toptest03


P101077302P101093102stern    stern   die Insel Usedom  
stern    stern

Das Besondere, das Usedom für uns bedeutet, springt nicht gleich in die Augen. Die Eigenart Usedoms ist das Ensemble, das Beieinander sein so unendlich vieler Dinge, die unser Herz und Gemüt erfreuen. Hier haben wir alles das in einer einzigartigen, überaus glücklichen Mischung zusammen, was unser Blick sucht. Es ist ja nicht nur der Strand, der schöner ist als anderswo. Es ist der breiteste Strand, den wir kennen, der nicht von Ebbe und Flut eingeengt wird, der zwischen Heringsdorf und der Swinamündung eine Breite von über dreihundert Metern erreicht. Es ist der Strand mit dem feinsten und weissesten Sand, der sich - nur an zwei Stellen auf ganz kurze Strecken durch steinigen Grund unterbrochen - über ungefähr vierzig Kilometer hinzieht und der dem Strandläufer die Gelegenheit zu einer Tageswanderung bietet, die nie langweilig wird, weil sie ihn zu immer neuen, interessanten Punkten führt. Es sind die schmucksten Badeorte Deutschlands, die hier einander folgen, aufgereiht wie Perlen auf einer Kette, darunter Orte von internationaler Bedeutung wie Heringsdorf und Zinnowitz . Es ist die unmittelbare Nähe des Waldes, der sich, vielfältig wechselnd vom freundlichen, lichten Kiefernwald auf den Sandnehrungen bis zum tiefdunklen, dichten und schattigen Laubwald der höheren Inselkerne, über die ganze Länge der Insel hin erstreckt. Es sind die vielen malerischen und verträumten Seen, die, eingebettet in sanfte Hügel, in wogende Kornfelder und saftig - grüne Wiesen, immer neue Ausblicke bieten, es sind die Berge, die in das Meer hineinragen wie der Kulm hei Heringsdorf oder der Lange Berg bei Bansin, vor allem aber der Streckelsberg bei Koserow mit seinem Zauber, dem Nachhall des alten, im Meer versunkenen Vineta . P101089102P1010800Es ist die Herbheit der Landschaft am Haff, an der Peene und am Achterwasser auf der dem Festland zugekehrten Seite der Insel. Es ist der aromatische Geruch des Kiefernwaldes, der Geruch nach salzigem Wasser, der Geruch der Fischerboote und Fischerhütten, der Geruch nach Tran und Teer. Es ist das Schilf und Moor der langsam zuwachsenden Binnenseen und der strenge Duft des Strandhafers in den Dünen. Und da sind die Menschen, die die See geformt hat, diese liebenswürdigen Menschen norddeutscher Prägung, kühl zurückhaltend und doch freundlich, Menschen, deren angeborene Verschlossenheit die ständige Berührung mit den verschiedensten Besuchern aus unserem Vaterlande aufgebrochen hat, die vielfältig interessiert sind: Trocken ist ihr Humor, und immer sind sie höflich und zuvorkommend, ohne damit ihrem Stolz auch nur das geringste zu vergeben; ihre anheimelnde Sprache in ihrer Mischung aus kernigem Platt und klarem, wohlklingenden Hochdeutsch ist so anziehend, dass wir Mitteldeutschen sie darum beneiden. Das ist Usedom. Aber da ist noch etwas ganz anderes: Da ist die Inselbahn, die die Insel ihrer ganzen Länge nach von Ahlbeck bis nach Wolgast und Peenemünde durchquert und die alle ihre Badeorte in so vollkommener Weise miteinander verbindet, dass man nie auf einen Ort allein angewiesen ist, dass man bei allen Wanderungen eine bequeme Zuflucht bei ihr finden kann, bei dieser Bahn.

.

X-Stat.de